"HATERS GONNA HIKE": MAMMUT NUTZT KI, UM DAS INTERNET VOR SICH SELBST ZU RETTEN
Chatbot "Cliff“ begegnet Online‑Toxizität mit einer Einladung in die Berge.
7. Mai 2026

Seon, Schweiz | Mammut, der Schweizer Bergsportspezialist, lanciert mit "Take a Hike" eine neue Kampagne, die der zunehmenden Negativität im Internet einen Ausweg in die Natur entgegensetzt. Unterstützt von einem eigens entwickelten KI‑Tool namens Cliff identifiziert Mammut besonders frustrierte Stimmen im Netz und bietet ihnen eine reale Alternative zum Dasein als Tastatur‑Krieger: die transformative Kraft der Berge.
In einer Welt, die konsequent auf Bequemlichkeit ausgelegt ist, waren Menschen noch nie so ruhelos. Eine chronische "Ease Culture" hinterlässt eine Generation voller Frust und Gereiztheit, die vor allem in toxischen Kommentarspalten sichtbar wird. Mammut ist überzeugt: Das Gegenmittel ist nicht der nächste Shortcut, sondern die wohltuende Anstrengung in den Bergen.
"Bei Mammut haben wir schon immer daran geglaubt, dass man in den Bergen am besten Perspektive gewinnt», sagt Nic Brandenberger, CMO bei Mammut. «Das Internet ist zu einem Ventil für Frustration geworden. Aber Scrollen ist keine Lösung. Anstrengung schon. Mit ‘Take a Hike’ begegnen wir den Menschen genau dort, wo diese Unruhe entsteht, und fordern sie heraus, den Bildschirm gegen den Trail einzutauschen."
Eine KI‑Intervention mit System
Cliff ist kein gewöhnlicher Chatbot, sondern ein hochentwickelter Frustrations‑Tracker. Das Tool basiert auf Python, wird auf der Google Cloud Plattform betrieben und nutzt Gemini als Reasoning‑Layer, um die feinen Nuancen menschlicher Gereiztheit zu erkennen. Entwickelt wurde Cliff von DEPT®. Das System analysiert Tausende Kommentare auf YouTube und X, um jene Momente zu identifizieren, in denen Internet‑Wut ihren Höhepunkt erreicht. Cliff bewertet Tonalitäten ähnlich wie ein menschlicher Community Manager – jedoch in einem Umfang, den kein Team leisten könnte. So werden täglich bis zu 600 relevante Konversationen identifiziert und genau dort mit der zentralen Botschaft der Kampagne angesprochen, wo sie am dringendsten gebraucht wird: "Take a Hike!"
Take a Hike! Wortwörtlich.
Die Kampagne stützt sich auf eine wachsende Zahl wissenschaftlicher Erkenntnisse zu den positiven Effekten von Aktivitäten in der Natur. Studien zeigen, dass bereits ein 90‑minütiger Spaziergang in der Natur sogenanntes "Rumination" – also sich wiederholende negative Gedanken, wie sie häufig in Kommentarspalten auftreten – deutlich reduziert und die neuronale Aktivität in Hirnregionen senkt, die mit psychischen Erkrankungen in Verbindung stehen.¹ Zudem konnte nachgewiesen werden, dass bereits vier Tage intensiver Naturaufenthalt ohne Multimedia und Technologie die kreative Problemlösungsfähigkeit um 50 Prozent steigern.²
"Die wissenschaftliche Evidenz ist eindeutig: Zeit in der Natur verändert messbar die körperliche Stressreaktion", so Brandenberger weiter. "Spannung, Angst und Ärger nehmen ab, während die kognitive Leistungsfähigkeit steigt. Wir sagen den Menschen nicht, sie sollen rausgehen, weil wir Ausrüstung verkaufen, sondern weil die Natur ein starkes therapeutisches Mittel ist und das psychische Wohlbefinden nachweislich stärker verbessert als Bewegung im urbanen Raum."
Die Kampagne startet auf Instagram, YouTube, X und TikTok und wird von einer Behind‑the‑Scenes‑Content‑Serie begleitet. Im Anschluss an den digitalen Launch folgt eine Verlängerung in die reale Welt: Guerilla‑Out‑of‑Home‑Aktivierungen in besonders stressbelasteten urbanen Umfeldern sollen Konsument:innen direkt abholen und symbolisch Richtung Berge lenken.
Bilder und Gifs zum Download:
For reference
¹ Bratman, G.N. et al. (2015). "Nature experience reduces rumination and subgenual prefrontal cortex activation." Proceedings of the National Academy of Sciences, 112(28), 8567–8572. https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.1510459112
² Atchley, R.A., Strayer, D.L. & Atchley, P. (2012). "Creativity in the Wild: Improving Creative Reasoning through Immersion in Natural Settings." PLOS ONE, 7(12). https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0051474







